KfW-Effizienzhaus

- Mit einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus bringen Sie Ihr Haus in einem Zug auf einen festgelegten Effizienzstandard – gefördert mit einem zinsgünstigen Kredit und einem Tilgungszuschuss.
- Ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht: Er berechnet die Stufe, bestätigt den Antrag und begleitet die Umsetzung.
- Wir übernehmen alles aus einer Hand – auch für Baudenkmale als „Effizienzhaus Denkmal“.
Was ist ein KfW-Effizienzhaus?
Ein KfW-Effizienzhaus ist ein Gebäude, das besonders energieeffizient ist und die Standards der Kreditanstalt für Wiederaufbau erfüllt. Die Zahl hinter der Stufe zeigt, wie hoch der Energiebedarf im Vergleich zu einem Referenzneubau ist – je kleiner die Zahl, desto effizienter das Haus und desto höher die Förderung.
Hohe Standards
Je nachdem, welche Stufe Ihr Haus nach der Sanierung erreicht, erhalten Sie höhere Förderungen. Damit will die KfW erreichen, dass Sie sich für eine Sanierung entscheiden, die vor allem umweltfreundlich und energieeffizient ist. Leider kann das manchmal auch dazu führen, dass die Baustelle aufwendiger und kostenintensiver wird als ursprünglich geplant.
Machbarkeit
Wir beraten Sie zu realistischen Sanierungen an Ihrem Haus. Uns geht es um Ihren Nutzen, nicht um eine politische Agenda. Deshalb prüfen wir für Sie, welche Effizienzhaus-Stufe Sie überhaupt erreichen können und ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt.
Unsere Leistung
Planung und Berechnung
Wir nehmen Ihr Haus auf, bilden es im Gebäudemodell ab und rechnen die Sanierungsvarianten durch – Dämmung, Fenster, Heizung und Lüftung. So sehen Sie, welche Stufe erreichbar ist und was sie kostet. Wärmebrücken berechnen wir bei Bedarf genau, statt den ungünstigen Pauschalwert anzusetzen – siehe Wärmebrückenberechnung.
Antrag und Baubegleitung
Für den Kreditantrag bei Ihrer Bank erstellen wir die Bestätigung zum Antrag. Während der Umsetzung begleiten wir die Baustelle, prüfen die geförderten Maßnahmen und bestätigen am Ende das erreichte Effizienzhaus-Niveau – mehr unter Baubegleitung.
Kosten – ab 5.000 €
Das Honorar richtet sich nach Größe des Hauses, Zahl der Wohnungen und Umfang der Sanierung. Die Baubegleitung wird mit einem eigenen Tilgungszuschuss von 50 % gefördert, bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 €. Wir machen Ihnen vorab ein Angebot.
Unser Plus an Leistungen
- Energieeffizienz-Experten der dena-Liste, auch in der Kategorie Denkmal
- Erfahrung mit Bruchstein- und Fachwerkhäusern, Innendämmung und Luftdichtheit
- Berechnung, Antrag und Baubegleitung aus einer Hand
- Kostenlose Erstberatung vorab
KfW-Förderprogramme – die Übersicht
Im Gegensatz zu den Förderungen des BAFA ist die Sanierung zum Effizienzhaus (KfW-Programm 261) auf eine ganzheitliche Sanierung ausgelegt und an die Bedingung geknüpft, dass eine bestimmte Effizienzhaus-Stufe erreicht wird. Daher kommt dieses Programm nur bei einer Gesamtsanierung infrage, bietet Ihnen dann aber besonders attraktive Konditionen: Sie erhalten einen zinsverbilligten Kredit von bis zu 150.000 € je Wohneinheit und einen Tilgungszuschuss, der durch die Boni für Worst Performing Buildings und serielle Sanierung deutlich steigen kann. Die Laufzeit beträgt bis zu 30 Jahre.
Den Heizungstausch fördert die KfW in einem eigenen Programm mit Zuschuss – siehe „Heizungsförderung der KfW“.
Stand: 28.10.2026 · Quelle: KfW, Programmseite 261.
Effizienzhaus
Das KfW-Effizienzhaus ist ein Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Hausbesitzern finanzielle Unterstützung bietet, um energieeffiziente Maßnahmen an ihren Gebäuden durchzuführen. Dabei geht es immer um bestehende Gebäude, die saniert werden sollen. Es gibt sogenannte Effizienzhaus-Stufen (KfW 85 bis 40), die sich an einem Referenzgebäude orientieren. Je nach Gebäude können alle, keine oder nur manche Stufen realistisch erreicht werden – das hängt stark vom zu sanierenden Gebäude ab.
Energieberatung spielt eine wichtige Rolle bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des KfW-Effizienzhaus-Programms. Durch eine professionelle Beratung können Hausbesitzer die für ihr Gebäude passenden Maßnahmen finden und so langfristig Energie und Kosten sparen. Die Bestätigung zum Antrag und die verpflichtende Baubegleitung übernimmt ein Energieeffizienz-Experte.
Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf bezeichnet den Gesamtbedarf an Energie, der zur Deckung des Energiebedarfs eines Gebäudes oder einer Anlage erforderlich ist. Dabei spielt auch die Quelle, also die Herkunft der Energie, eine wichtige Rolle. Um eine bestimmte Stufe zu erreichen, muss die Anlagentechnik effizient sein und am besten erneuerbare Energien nutzen.
Transmissionswärmeverlust
Der Transmissionswärmeverlust bezeichnet den Wärmeverlust, der durch die Übertragung von Wärme durch die Bauteile eines Gebäudes entsteht. Es ist wichtig, diesen Wärmeverlust zu minimieren, um den Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern. Maßnahmen wie die Dämmung von Wänden und Dächern oder der Austausch von Fenstern können dazu beitragen, den Transmissionswärmeverlust zu reduzieren und somit die Energiekosten zu senken. Daher sind für das Erreichen einer bestimmten Stufe Fassade, Fenster, Türen, Dach und Keller bzw. Bodenplatte wichtige Ansatzpunkte für die Sanierung.
Kredithöhe und Tilgungszuschuss
Seit der Reform wird jede Effizienzhaus-Stufe nur noch zusammen mit der Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder der Nachhaltigkeitsklasse (NH) gefördert. Der Tilgungszuschuss richtet sich nach Stufe und Klasse:
| Effizienzhaus-Stufe | mit EE-Klasse | mit NH-Klasse |
|---|---|---|
| Effizienzhaus 40 | 10 % | 15 % |
| Effizienzhaus 55 | 5 % | 10 % |
| Effizienzhaus 70 | kein Tilgungszuschuss | 5 % |
| Effizienzhaus 85 | kein Tilgungszuschuss | 5 % |
| Effizienzhaus Denkmal | 5 % | 10 % |
Beachten Sie, dass höhere Stufen auch höhere Kosten mit sich bringen – und irgendwann müssen Sie den Kredit auch wieder zurückzahlen. Als wirtschaftlich fokussierte Energieberater stellen wir für Sie die eingesparten jährlichen Nebenkosten den Verbindlichkeiten aus dem Kredit gegenüber und sagen Ihnen genau, welche Effizienzhaus-Stufe für Sie die richtige ist.
Erneuerbare-Energien-Klasse
Die höhere Förderung für die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse) können Sie in Anspruch nehmen, wenn Sie im Zuge der Sanierung zum Effizienzhaus eine neue Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien einbauen und damit mindestens 65 % des Energiebedarfs des Gebäudes gedeckt werden.
Die höhere Förderung erhalten Sie auch, wenn mindestens 65 % des Energiebedarfs des Hauses teilweise oder ganz durch unvermeidbare Abwärme gedeckt werden.
Nachhaltigkeitsklasse
Die höhere Förderung für die Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse) können Sie in Anspruch nehmen, wenn Ihr Wohngebäude die Anforderungen des staatlichen „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ erfüllt. Das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) ist ein staatliches Gütesiegel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, das durch akkreditierte Zertifizierungsstellen vergeben wird. Das QNG stellt sicher, dass die Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Gebäuden sowie an die Qualität der Planungs- und Bauprozesse erfüllt sind.
Worst-Performing-Building-Bonus (WPB)
Erfüllt Ihre Immobilie die Anforderungen an ein „Worst Performing Building“ (WPB)? Dann steigt Ihr Tilgungszuschuss bei den Stufen Effizienzhaus 40, 55 und 70 um 10 Prozentpunkte.
Serielle Sanierung
Erreicht Ihre Immobilie im Rahmen einer seriellen Sanierung die Effizienzhaus-Stufe 40 oder 55? Dann steigt Ihr Tilgungszuschuss um 15 Prozentpunkte, bei Effizienzhaus 70 um 5 Prozentpunkte. Serielle Sanierung bedeutet, dass vorgefertigte Bauelemente für die Fassade und gegebenenfalls das Dach verwendet werden.
Baubegleitung
Die verpflichtende Baubegleitung durch einen Energieeffizienz-Experten wird zusätzlich mit 50 % bezuschusst, bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 €.
Fazit
Die Sanierung zum Effizienzhaus ist komplex und zu Recht ohne Energieberater nicht möglich – aber sie kann sich mit diesem Förderprogramm wirklich lohnen. Nicht alle Energieberater bieten dieses komplexere Förderprogramm an, und ohne intensive Planung und Begleitung kann das Vorhaben auch schnell schiefgehen. Informieren Sie sich daher frühzeitig, damit das Vorhaben reibungslos abläuft und Sie Ihren Förderkredit mit maximaler Förderung schnellstmöglich erhalten!
FAQ
Häufige Fragen
Welche Effizienzhaus-Stufe ist für mein Haus realistisch?
Das hängt vom Ausgangszustand ab. Wir rechnen Ihr Haus im Gebäudemodell durch und zeigen, welche Stufe mit vertretbarem Aufwand erreichbar ist – und ob sich eine höhere Stufe wirtschaftlich lohnt.
Was bedeuten EE- und NH-Klasse?
Mit der Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder der Nachhaltigkeitsklasse (NH) gibt es einen höheren Tilgungszuschuss. Die EE-Klasse erreichen Sie, wenn mindestens 65 % der Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien stammen. Für die NH-Klasse braucht es das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“.
Gibt es ein Effizienzhaus für Baudenkmale?
Ja. Für Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz gibt es die Stufe „Effizienzhaus Denkmal“ mit geringeren Anforderungen. Dafür muss ein Energieeffizienz-Experte mit der Qualifikation für Baudenkmale eingebunden sein – diese Kategorie haben wir.
Ist eine Baubegleitung Pflicht?
Ja. Bei der Sanierung zum Effizienzhaus begleitet ein Energieeffizienz-Experte Planung und Umsetzung und bestätigt am Ende das Ergebnis. Diese Baubegleitung wird ebenfalls gefördert – mehr unter Baubegleitung.
Was kostet die Effizienzhaus-Planung?
Unser Honorar beginnt bei ab 5.000 € und richtet sich nach Größe des Hauses, Zahl der Wohnungen und Umfang der Sanierung. Die Baubegleitung wird mit einem eigenen Tilgungszuschuss gefördert. Wir machen Ihnen vorab ein Angebot.