Einzelnachweis Wärmeschutz

- Mit dem Einzelnachweis weisen wir den Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils nach – zum Beispiel einer Außenwand, eines Dachs, einer Kellerdecke oder eines Fensters.
- Wir berechnen den U-Wert nach DIN EN ISO 6946 und prüfen den Feuchteschutz nach DIN 4108-3.
- So wissen Sie vor der Ausführung, ob der geplante Aufbau die Anforderungen aus Gesetz und Förderung erfüllt.
Wofür brauchen Sie einen Einzelnachweis?
Sanierung nach dem GModG
Werden Außenbauteile erneuert, gelten nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) Höchstwerte für den Wärmedurchgang. Mit dem Einzelnachweis zeigen wir, dass Ihr neuer Aufbau diese Werte einhält – bevor das Material bestellt ist.
Förderung von Einzelmaßnahmen
Für die Förderung von Dämmung, Fenstern und Türen gelten eigene, meist strengere Mindestwerte. Wir rechnen den Aufbau so aus, dass er die Anforderungen sicher erfüllt, und bestätigen das als Energieeffizienz-Experten im Förderverfahren – siehe Förderantrag.
Innendämmung, Fachwerk und Denkmal
Wo außen nicht gedämmt werden kann, ist Innendämmung oft die Lösung. Hier entscheidet der Feuchteschutz über Erfolg oder Bauschaden. Wir prüfen den Aufbau rechnerisch und, wo nötig, mit einer hygrothermischen Simulation. Anschlüsse an Decken und Innenwände berechnen wir auf Wunsch mit der Wärmebrückenberechnung.
Kosten – ab 250 €
Der Aufwand hängt von der Zahl der Bauteile ab und davon, ob eine Feuchtesimulation nötig ist. Wir machen Ihnen vorab ein Angebot.
Unser Plus an Leistungen
- Nachweise und Energieberatung aus einer Hand – alle Berechnungen am selben Gebäudemodell
- Erfahrung mit Bestand und Denkmal, Bruchstein- und Fachwerkbauten
- Vergleich mehrerer Aufbauten, damit Sie die wirtschaftlichste Lösung wählen können
- Kostenlose Erstberatung vorab
FAQ
Häufige Fragen
Wann reicht ein Einzelnachweis statt einer Berechnung für das ganze Gebäude?
Wenn Sie einzelne Bauteile erneuern – etwa die Fassade dämmen, das Dach neu decken oder die Kellerdecke dämmen. Dann muss das jeweilige Bauteil die Anforderungen erfüllen, nicht das ganze Haus. Bei Neubau, Anbau und Erweiterung ist dagegen der Nachweis für das gesamte Gebäude nötig – siehe GModG-Nachweis.
Brauche ich den Nachweis für die Förderung?
Für die Förderung von Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle muss jedes Bauteil technische Mindestanforderungen erfüllen. Als Energieeffizienz-Experten prüfen und bestätigen wir das – mit dem Einzelnachweis haben Sie die Berechnung schwarz auf weiß. Mehr unter BAFA-Förderung.
Warum ist der Feuchteschutz so wichtig?
Eine Dämmung, die den U-Wert erfüllt, kann trotzdem Schäden verursachen, wenn sich im Bauteil Tauwasser bildet. Besonders bei Innendämmung, Fachwerk und Bruchsteinmauerwerk prüfen wir deshalb, ob das Bauteil dauerhaft trocken bleibt.
Was brauchen Sie von mir?
Den geplanten Aufbau aus dem Angebot Ihres Handwerkers oder Ihre eigene Idee – Materialien und Dicken. Den Bestand nehmen wir vor Ort auf, wenn keine Unterlagen vorliegen.
Beispiel
Schicht für Schicht: Innendämmung im Bruchsteinmauerwerk
Wo Bruchstein- und Fachwerkfassaden ihr Gesicht behalten sollen, ist die Innendämmung oft der einzige Weg zu besserem Wärmeschutz. Sie funktioniert nur, wenn jede Schicht stimmt. Wählen Sie eine Schicht im Schnitt oder in der Liste.
Kalkputz · Wärmeleitfähigkeit 0,87 W/(m·K)
Schützt das Mauerwerk vor Schlagregen und bleibt diffusionsoffen. Auf Bruchstein kein dichter Zementputz: Feuchte muss nach außen abtrocknen können.
Naturstein in Kalkmörtel · Wärmeleitfähigkeit 2,30 W/(m·K)
Speichert viel Wärme, dämmt aber kaum. Mit Innendämmung liegt es auf der kalten Seite – Schlagregenschutz, aufsteigende Feuchte und Salze werden vorher geprüft.
Kalkputz · Wärmeleitfähigkeit 0,87 W/(m·K)
Gleicht die unebene Wand aus, damit die Dämmung vollflächig und ohne Hohlräume anliegt. Hinterströmte Hohlräume wären Tauwasserfallen.
Holzfaser, kapillaraktiv · Wärmeleitfähigkeit 0,042 W/(m·K)
Verbessert den Wärmeschutz und hebt die Oberflächentemperatur innen. Kapillaraktiv: anfallende Feuchte wird verteilt und zur Raumseite wieder abgegeben. Material und Dicke folgen aus dem Feuchteschutznachweis – nicht aus dem Katalog.
Kalk- oder Lehmputz · Wärmeleitfähigkeit 0,70 W/(m·K)
Luftdichte Ebene: durchgehend verputzt und an Fenstern, Decken und Installationen dicht angeschlossen. Jede Fuge, durch die warme Raumluft strömt, bringt Feuchte in die Konstruktion.
Bruchsteinwand mit Innendämmung
- Bauteil
- Außenwand, Bruchsteinmauerwerk
- Wanddicke
- vorher 535, nachher 625mm
- U-Wert
- vorher 2,32, nachher 0,43W/(m²·K)
- Oberfläche innen
- vorher 8,7, nachher 17,5°C
- Hinter der Dämmung
- −2,0 °C
- Luftdichte Ebene
- Innenputz
- Nachweis
- Feuchteschutz nach DIN 4108-3 bzw. DIN EN 15026
Beispielrechnung mit typischen Kennwerten – ersetzt keine objektbezogene Berechnung und keinen Feuchteschutznachweis. Randbedingungen: innen 20 °C, außen −5 °C; U-Wert nach DIN EN ISO 6946, Temperaturen nach DIN 4108-2 (Rsi 0,25 m²K/W).